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Heilen
mit Vitalstoffen
Müde und Schlapp? Die
Orthomolekulare Medizin sieht den Mangel an Vitalstoffen als
Ursache vieler Zivilisationsbeschwerden.
Text:
Wolfgang Pozsogar
Eine
paradoxe Entwicklung lässt sich auf dem Gebiet der Gesundheit
feststellen: Die Medizin hat in den letzten Jahren enorme
Fortschritte gemacht, zugleich steigt aber die Zahl
verschiedenster chronischer Befindlichkeitsstörungen - vom Müdigkeitssyndrom
bis zu Allergien und Rheuma - rapide an. Immer mehr Menschen
leiden an einem geschwächten Immunsystem und sind krankheitsanfälliger.
REINE
MANGELERSCHEINUNGEN Für
die junge Therapieform Orthomolekulare Medizin steckt hinter
vielen solcher „Zivilisationskrankheiten" ein Mangel an
Vitalstoffen: Vitaminen, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren.
Immerhin sollten wir - so etwa die Empfehlung der amerikanischen
Gesundheitsorganisationen - täglich fünf Portionen Obst und
Gemüse essen. Aber wer macht das schon?
Und selbst würde man es tun, wäre die ausreichende
Versorgung mit Vitalstoffen noch lange nicht gesichert. Der Arzt
Peter-Kurt Österreicher, der in seiner Praxis auch auf die
Orthomolekulare Medizin setzt: „Lebensmittelanalysen zeigen,
dass der Gehalt an Vitalstoffen bei Obst- und Gemüsesorten oft
deutlich unter den Werten früherer Jahre liegt."
EIN SCHLEICHENDES PROBLEM Österreicher über die Folgen „Das Fatale an dem Mangel ist, dass er sich erst nach einem
langen Zeitraum - und auch dann nur durch eine Vielzahl von
meist nicht eindeutig zuzuordnenden Symptomen bemerkbar macht.
Die ersten Anzeichen sind ein schleichendes Nachlassen der körperlichen,
geistigen und seelischen Belastbarkeit, rascheres Ermüden und
Konzentrationsstörungen. Später verringern sich die
Abwehrkräfte, Infektionen stellen sich häufiger ein."
Österreicher
setzt die von dem amerikanischen Biochemiker und zweifachen
Nobelpreisträger Linus Pauling begründete Orthomolekulare
Therapie sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung vieler
chronischer Erkrankungen ein. ,,Wichtig dabei ist", so der
Experte, „die richtige Dosierung und die richtige Mischung der
Vitalstoffe." Häufig werden auch individuelle
Vitalstoffmischungen verschrieben. Basis für deren
Zusammensetzung ist eine Lebensstilanalyse sowie eine spezielle
Serumuntersuchung. Österreicher: „Bei vielen chronischen
Erkrankungen lassen
sich mit solchen Vitalstoffmischungen, eventuell
verbunden mit einer Änderung des Lebensstils, oft verblüffende
und vor allem nachhaltige Erfolge erzielen."
Die
Presse / Schaufenster Nr.13/23 März 2001
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